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Bontkirchen
Herbstlagertagebuch
Freitag
Der Vortrupp, bestehend aus Bolle, Gerold und Simon fuhren am
Freitag mittag ins Sauerland, um die Schützenhalle fürs Lager
vorzubereiten. Nach einer Hallenübergabe mit zahlreichen
Geschichten über vergangene Lager in der Halle, wurden die
Einkäufe für das erste Wochenende getätigt und die Halle
eingerichtet.
Abends wurde dann noch bei einem Bier gebastelt und der eine
oder andere Programmpunkt fertig vorbereitet.
Samstag
Samstags morgens in aller frühe trafen sich am Kapitelshaus in
Borken eine Hand voll Leiter, um alles für die Abreise ins
Stammeslager vorzubereiten. So mussten unter anderem die
Materialien, die schon Donnerstags ins Kaphaus gebracht wurden,
zum Parkplatz gebracht werden, und einzelne Sachen, die im
Vorfeld vergessen wurden, erledigt oder besorgt werden.
Als dann nach und nach alle Kinder eingetroffen waren, sprach
unser Kurat, Kanonikus Ulrich Kroppmann den Reisesegen.
Anschließend startete die Reise nach Bontkirchen mit einem Bus
der Firma Boonk. Während die meisten Leiter mit den Kindern im
Bus saßen, bereitete der Vortrupp die letzten Kleinigkeiten vor,
und genoss die „Ruhe vor dem Sturm“. Die Ruhe war abrubt vorbei
als der Bus auf den Hallenvorplatz einbog, nachdem der Bus
entladen, und die Schlafplätze eingerichtet waren, gab es das
erste gemeinsame Essen.
Die Kennlernspiele standen ganz im Zeichen der Gallier und
Römer. Zuerst wurden, wie in den Asterix-Heften, die Gallier
vorgestellt. Dann wurde erst mal gemeinsam ein Zaubertrank
gebraut, bei weiteren Spielen ging es darum, wie römische
Legionäre mit Schilden einen Schutzpanzer zu bauen, um nicht mit
Bällen abgeworfen zu werden, oder beim Fallen einer Plane, den
Namen seines Gegenübers am schnellsten zu erraten. Bei „Römer,
Gallier, Pirat“, Zeitungsschlagen und „Feuer, Wasser, Sturm“
wurde dann noch überflüssige Energie abgebaut, denn schließlich
sollten ja abends alle Müde sein.
Nach dem Abendessen stand die Blinklichtrally auf dem Programm.
Dafür wurden zwei Gruppen gebildet, die mit je zwei Leitern
einen mit Knicklichter markierten Weg gegangen sind. Unterwegs
gab es an vier Stationen Aufgaben zu lösen. An der ersten
Station musste in guter alter Montagsmaler Mannier von einem aus
der Gruppe gemalt werden, und die anderen mussten erraten, was
es darstellen sollte, an der zweiten Station mussten Begriffe
erraten werden, es wurde Tabu gespielt. Zungenbrecher mussten an
der dritten Station aufgesagt werden, daraufhin bekamen die
Gruppen einen Laufzettel mit, auf den Sachen standen, die sie
bis zur nächsten Station sammeln sollten. Aus den gesammelten
Sachen sollte an der letzten Station eine DPSG-Lilie gelegt
werden, außerdem sollten an der Station auch noch Fehler aus
einem vorgelesenen Text gesucht werden.
Nach einem langen ersten Tag sollte es um 22.30 Uhr die
Nachtruhe geben, leider wussten nicht alle, was das Wort
Nachtruhe bedeutet. |
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Sonntag
Der Sonntag begann um 7.30 Uhr, indem mit „Danke, für diesen
guten Morgen“ geweckt wurde. Beim Morgenimpuls wurde dieses Lied
dann nach einer Geschichte, die uns zeigen sollte, dass man
gemeinsam mehr schaffen kann, auch noch gemeinsam gesungen.
Nach dem Frühstück und den Diensten, wurde dann noch ein Spiel
dazwischengeschoben, bevor der Gottesdienst begann. Bei dem
Spiel bekam jeder eine Karte und musste sich die Farbe merken,
anschließend wurden die Karten wieder eingesammelt, und
gemischt. Dann wurden die Farben der Reihe nach vorgelesen, und
wenn die eigene Farbe aufgerufen wurde, durfte man einen Stuhl
weiter rücken, aber nur, wenn man oben saß.
Nachdem Ulrich in der Küche alles soweit fürs Mittagessen
vorbereitet hatte, feierte er mit uns einen Gottesdienst.
Nach einem Mittagessen, Gulasch mit Reis, stand Siesta auf dem
Programm, doch was heißt Siesta? Um 14.00 Uhr tagte dann
erstmals der Lagerrat, bei dem aus jeder Altersgruppe zwei
Vertreter zusammen mit der Lagerleitung über das bevorstehende
Programm und die Probleme im Lager sprachen. Der Lagerrat endete
pünktlich zum Lagerkiosk, der jeden Mittag das Ende der Siesta
einläutete.
Für das nachmittägliche Stationsspiel wurden drei Gruppen
gebildet. Jede der drei Gruppen erhielt eine Mappe mit einem
Plan, wo im Ort sich die Stationen befanden, und einigen
Fragebögen. So sollten Fragen über Bontkirchen, Pfadfinder und
natürlich Asterix und Obelix beantwortet werden. An den
Stationen sollten die Gruppen durch Zusammenhalt,
Geschicklichkeit und Ideereichtum verschiedene Aufgaben lösen.
Da die Gage von Stefan Raab sicher unser Lagerbudget gesprengt
hätte, mussten sich die Kinder an diesem Abend damit begnügen
die Leiter zu schlagen. Gegen eine höchstmotivierte Leiterrunde
versuchten die Kinder bei „Schlag die Leiter“ möglichst viele
der bis zu 15 Spielen zu gewinnen. Abschließend sah es aber so
aus, dass die Kinder zwei Spiele gewannen, und die Leiterrunde
nach 13 Spielen als Sieger den Abend beendete. |
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Montag
Nach dem Wecken mit „Bonbon aus Wurst“ von Helge Schneider, dem
Morgenimpuls und dem Frühstück standen die Workshops auf dem
Programm.
Ann gestaltete mit ein paar Kindern das Lagerbanner, Bolle und
Sven bastelten Holzanhänger und mit Sebastian konnte man
Gallierkostüme schneidern.
Für viele war das Mittagessen ein Highlight des Tages, es gab
Hamburger.
Nachmittags begaben sich dann zwei Gruppe auf einen Hike, die
jüngeren wanderten nachdem die Rucksäcke gepackt waren von der
Schützenhalle aus los, während die älteren in Rösenbeck mit zwei
Leitern ausgesetzt wurden. Beide Gruppen suchten sich eine
Schutzhütte als Nachtlager, und bereiteten sich dann ein
Abendessen zu. Für die jüngeren war der Tag wohl sehr
anstrengend, so dass sie schon vor neun Uhr alle schliefen.
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Dienstag
Aber wer früh schläft, der ist auch früh wieder wach,
so dass die Leiter der jüngeren schon vor sechs von tobenden
Kindern geweckt wurden. Gegen halb elf traf die jüngere Gruppe
wieder an der Schützenhalle ein, zur gleichen Zeit riefen die
Leiter der älteren an, um zu fragen, bis wann sie wieder an der
Halle sein sollten.
Um kurz nach zwölf wurden sie dann mit Autos eingesammelt, da
sie zwischenzeitlich in die völlig falsche Richtung gelaufen
sind.
Die langangekündigte Erbsensuppe gab es bei diesem Mittagessen
tatsächlich.
Aufgrund schlechten Wetters wurde das Nachmittagprogramm
umgeworfen, und es wurde das Chaosspiel gespielt. Bei diesem
Spiel geht es darum, in der Halle versteckte Zettel mit Nummern
zu finden, fragen zu beantworten, und dann irgendwann ins Ziel
zu kommen.
Die „PfadiStarNight“ sorgte am Abend für Unterhaltung. Vor der
Jury, bestehend aus Sido (Florian), Loona (Ann) und Herr Bert
(Ulrich) wurden Wetten oder Showeinlagen vorgetragen. Den Anfang
machte dabei die Leiterrunde mit dem Pfadfinderlied „Uhrsprung“,
Bolle sollte durch die Halle getragen oder im 4gewinnt
geschlagen werden und es sollte schneller gelaufen werden als
Sebastian. Es wurde um die Wette Lagerlülle getrunken und
versucht einen Ball hochzuhalten. Das Lied Bettina von Fettes
Brot schien besonders beliebt zu sein, da gleich zwei Gruppen
sich dieses Lied ausgesucht hatten. Als weitere Showacts standen
noch DJ Ötzi und Nik P. mit Ein Stern und Rosenstolz mit
Willkommen auf der Bühne. |
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Mittwoch
Erstmals wurde auf Wunsch der Kinder mit wechselnden Liedern
geweckt.
Da dass Wetter noch nicht optimal war, wurde wieder auch am
Mittwoch wieder am Programm rumgeschoben. So wurde der Vormittag
sportlich, in verschiedensten sportlichen Disziplinen wurde bei
der Lagerolympiade um Medaillen gekämpft. Dazu wurden drei
Gruppen gebildet, die vor jedem Wettkampf festlegen mussten, wer
von ihnen diesen bestreitet.
Messer und Feuerführerscheine wurden nacheinander gemacht. Als
erstes stand die Theorie für den Messerführerschein auf dem
Programm, dabei wurden Regeln für den Umgang mit dem Messer
aufgestellt und anschließend auch abgefragt. Bei der Praxis
wurde darauf geachtet, ob die Regeln auch eingehalten wurden.
Anschließend führte Bolle noch nach dem gleichem Schema den
Feuerführerschein durch, bei dem zum Abschluss ein
kleines Lagerfeuer gemacht wurde.
Zum Abendessen gab es gegrilltes. Die Glut des Grills war
anschließend die Grundlage für das Lagerfeuer für den Tschai-Abend.
Beim Tschai-Abend konnte man sich durch singen eines Liedes,
wobei man von den anderen auch unterstützt wurde, oder erzählen
eines Witzes eine Kelle voll Tschai verdienen.
Nachdem das Feuer gelöschte und die Kinder in den Schlafsäcken
waren, begannen die Vorbereitungen für die Nachtwanderung. Das
Material für die Stationen wurde zusammengepackt, und die
Erschrecker kleideten sich dem Wetter und ihrer Aufgabe
entsprechend. Als dann um Mitternacht die Kinder geweckt wurden
dauerte es ziemlich lange, bis sie feststellten, dass es für die
Nachtwanderung war und nicht das normale wecken am Morgen. Als
dann alle wach und angezogen waren ging die Nachtwanderung los.
Durch eine tiefschwarze Nacht führte Simon die Kinder zusammen
mit Marcus und Sebastian den abgesprochenen Weg entlang. Nach
kurzer Zeit wurde wegen schlechter Sicht und Angst eine Kette
gebildet, bei der sich alle gegenseitig an den Händen hielten.
Kurz hinter der ersten Erschreckstation wurde dann eine
Abzweigung übersehen, und so hat sich dann die
Nachtwanderungsgruppe verlaufen. Nach dem schon eine Stunde
gelaufen wurde, und der richtige Weg noch immer nicht gefunden
war, wurde die Nachtwanderung abgebrochen. |
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Donnerstag
Nach der Nachtwanderung stand mit dem Gammelmorgen ausschlafen
auf dem Programm, und nicht der Tarnungsprogrammpunkt „SsdSLudSK“
(Sven sucht den Superleiter und das Superkind).
Ab halb neun stand für die Frühaufsteher ein Frühstücksbuffet
bereit, die Langschläfer konnten alternativ auch mit dem
Mittagessen, einer Pizza den Tag beginnen.
Da wir noch einen Programmpunkt über hatten, legten wir einfach
„Hey du alte Schachtel“
und „Appel und Ei“ zusammengelegt. So sollten die Kinder nicht
nur, mit Appel und Ei ausgestattet, einmal das Alphabet
durchtauschen, sondern auch die verkleideten Leiter im Ort zu
finden, wobei sich zweites wohl als schwieriger herausstellte.
Die Leiter verkleideten sich als Pfarrer, Jogger, Bauarbeiter
und Mafiosie.
Der abendliche Programmpunkt nannte sich Gallierparty, und was
sich dahinter versteckte, dass blieb lange eine Überraschung.
Begonnen wurde der letzte Abend mit einem Festmahl an einer
langen Tafel. Nach einem Tschu-Hi-Tock Duell wurde ein zweiter
Tschai-Abend eingelegt.
Als die Kinder dann in ihren Schlafsäcken verschwunden waren,
feierten die Leiter den letzten Abend mit ihrem traditionellen
Gurkenglastrinken. |
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Freitag
Statt des Morgenimpulses stand diesmal ein Fotoshooting für das
Gruppenbild vor dem Frühstück an. Nach dem gemeinsam
gefrühstückt wurde, wurde gemeinsam gepackt, aufgeräumt und
geputzt. Als alles verstaut und sauber war, ging es zurück in
die Heimat.
Leider gestaltete sich die Rückfahrt etwas caotisch, da in und
um Borken aufgrund eines Radrennens einige Straßen gesperrt
waren, und die Polizei keine präzisen Infos geben konnte.
Zu guter letzt sind aber alle wieder heil in Borken angekommen. |
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