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Kirchhundem
Herbstlagertagebuch "Viva Las Vegas"
Freitag, 29. September 2006
Der Vortrupp, bestehend aus Ann, Simon, Bolle und Matthias,
machte sich mittags auf den Weg nach Kirchhundem, um die Halle für
das Lager vorzubereiten und die nötigen Einkäufe zu tätigen. Nach
einer Fahrt quer durchs Sauerland, da wegen einer Baustelle der
direkte Weg nach Kirchhundem gesperrt war, trafen Ann und Simon um
14.45 Uhr an der Halle ein. Nach der Übergabe durch die Frau des
Hallenwartes traf auch die diesjährige Küchenteam Bolle und Matthias
ein. Dann wurde begonnen, die Autos auszuräumen, die Küche und die
Halle einzuräumen, Stühle und Tische zu schleppen, die
Schlafbereiche abzutrennen und erste Einkäufe zu tätigen.
Samstag, 30.September 2006
Während in Kirchhundem der Vortrupp
die letzten Feinheiten in der Halle richtete und die restlichen
Einkäufe tätigte, wurde in Borken von den übrigen Leitern das
Material zum Parkplatz gebracht, um es später in den Bus zu
laden.
Ab 10.00 Uhr trafen die ersten Mitreisenden ein. Nachdem das
Gepäck und das Material in den Bus und Anhänger verladen wurde,
ist von unserem Kuraten Thorsten Schmölzing der Reisesegen
erteilt worden. Dann ging die Reise in die sauerländische
Glücksspielmetropole los.
Um 14.00 Uhr erreichte der Bus die Schützenhalle in Kirchhundem.
Sofort wurden von den Kindern und Leitern die Schlafplätze
hergerichtet und die Halle inspiziert.
Nach der Begrüßung wurden der Ort und die Umgebung in zwei
Gruppen erkundet.
Vor dem Abendessen mussten alle Mitreisenden noch ihr Können
unter der Limbostange beweisen, bevor sie in den Speisesaal
stürmen durften. Das größte Talent zeigte dabei Kalle, Anna
bekam trotz ihres zweiten Platzes den Beinamen Limbo-Anna. Nach
der sportlichen Einlage hatten natürlich alle großen Hunger auf
die Hawaii-Toasts, von denen einige gleich acht Stück
verputzten, ein Leiter schaffte glatt noch ein neunten.
Nach dem Abendessen gingen sieben Jungs zum Telefonieren in den
Ort, dabei wurden sie auf dem Rückweg von zwei Dorfjugendlichen
angehalten und geschlagen, was dann für die sieben Jungs und
zwei Leiter einen Abend auf der Polizeiwache in Lennestadt
bedeutete, um bei einem nicht ganz freundlichem Polizisten eine
Anzeige zu erstatten.
Alle anderen Lagerteilnehmer lernten sich bei den
Kennlernspielen, die von Bolle und Jens vorbereitet wurden,
kennen. So mussten sich als erstes alle namentlich vorstellen,
anschließend stand das Zeitungsspiel auf dem Programm, bei dem
einer in der Mitte eines Stuhlkreises steht, und den
Aufgerufenen mit einer Zeitung anschlagen muss, bevor der einen
anderen Namen ruft. Bei dem anschließenden Spiel wurde die
Qualität und Belastbarkeit der Stühle geprüft und festgestellt,
dass die Stühle acht Personen tragen können, der Untensitzende
aber nicht unbedingt. Nach zwei Spielen, bei denen Wasser
transportiert werden musste, wurde getestet, wie gut sich alle
die Namen eingeprägt hatten. Es wurden zwei Gruppen gebildet,
die jeweils auf einer Seite einer Plane saßen. Jedes Mal, wenn
der Stoff fallen gelassen wurde, mussten die Vornesitzenden
jeweils den Namen des anderen Vornesitzenden nennen, der
Verlierer musste dann das Team wechseln.
Zum Tagesabschluss wurde, wie jeden Abend, eine Reflexionsrunde
gemacht, bei der jeder etwas zum Tag sagen konnte. Pünktlich um
22.30 Uhr war Nachtruhe, wobei das Wort "Ruhe" wohl sehr
unterschiedlich interpretiert wurde. |
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Sonntag, 1. Oktober
2006
Nach dem Wecken um 7.30 Uhr begann der Tag um 8.00 Uhr mit dem
allmorgendlichen Morgenimpuls. Nach dem Frühstück übten die Gruppen
ihre Dienste aus, die täglich anfielen. So musste die Küche und der
Speiseraum gesäubert werden, genau wie die Toiletten, die Halle und
der Hallenvorplatz.
Um 9.00 Uhr begannen die Workshops. Es wurden in vier kleinen
Gruppen eine Sauna gebaut, das Lagerbanner gemalt, Klamotten
geschneidert und gekocht.
Mittags gab es dann Spätzle mit Gulasch und Blumenkohl, gekocht von
Christoph, Johannes und Markus zusammen mit Bolle und Matthias.
Nach der Siesta wurden zwei Gruppen zum Hike ausgesetzt. Sechs
Kinder wollten lieber in der Halle bleiben und an einem alternativen
Programm teilnehmen. Die erste Gruppe wurde hinter Brachthausen auf
einer großen Baustelle ausgesetzt, die zweite Gruppe zwischen
Kruberg und Neger auf einer gesperrten Straße. Einige waren so
fasziniert von der Musik, die im Auto lief, dass sie sich nicht die
Orte gemerkt haben, durch die sie gefahren wurden.
Die Gruppe um Sebastian, Jupp, Jens und Heiner kamen schon abends
wieder zur Schützenhalle zurück, da sie auf ihrem Weg keine
brauchbare Unterkunft gefunden hatten. Die in der Karte
eingezeichneten Schutzhütten waren nicht mehr da, dafür hat die
Gruppe aber Forellen aus einem Teich geangelt. Gemeinsam mit den
Daheimgebliebenen wurden abends Großgruppenspiele gemacht und die
Forellen gegessen. Die Gruppe um Matthias, Corinna und Sven
übernachteten in einer Schutzhütte und machten es sich an einem
Lagerfeuer gemütlich. |
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Montag, 2. Oktober
2006
Die in der Halle Gebliebenen und die Hikegruppe, die schon
abends zurückgekehrt war, begaben sich nach dem Frühstück, bei dem
unserem Geburtstagskind Patrick gratuliert wurde, in den nahe
gelegenen Wald. Dieser diente als Spielfeld, auf dem Fahneklauen
gespielt wurde. Dabei sollten sich die zwei Gruppen gegenseitig ihre
Fahne klauen und sicher auf ihre Spielfeldhälfte bringen.
Am späten Vormittag kam dann ein Anruf von der zweiten Hikegruppe,
die sich gern in Hofolpe abholen lassen wollten, da der Wanderweg
von dort nach Kirchhundem unbegehbar war, und so wurden die letzten
zwei Kilometer des Hikes im Auto zurückgelegt.
Mittags stärkten sich dann wieder alle zusammen an Nudeln mit
Hackfleischsoße für den noch langen Tag.
Bei der nachmittäglichen Miniolympiade wurden in Disziplinen wie
Teebeutelweitwurf, Nageln, Erbsenlauf und Lassowerfen sportliche
Höchstleistungen erbracht. Olympiasieger wurde Patrick.
Abends schlugen im zum Kasino umdekorierten Speisesaal die
Zockerherzen höher. Man konnte seine 5 Chips, die man als
Startkapital bekam, beim Roulette, Würfeln, Black Jack, Arschen oder
am Glücksrad vervielfachen oder auch verlieren. Bei Corinnas
Kreditinstitut konnte man sich zinsfrei Chips leihen, wenn man sein
Kapital verspielt hatte. Felix, der Gewinner des Abends hatte am
Ende 420 mal so viele Chips wie am Anfang.
Um Mitternacht wurden alle Kinder wieder geweckt, um sich bei der
nachfolgenden Nachtwanderung zu gruseln. |
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Dienstag, 3. Oktober
2006
Gammelmorgen, das heißt Ausschlafen für alle Leiter und Kinder,
nur nicht für die Küche, die für die Frühaufsteher schon um 8.30 Uhr
das Frühstück auf dem Tisch stehen hatte.
An dieser Stelle möchte der Autor darauf hinweisen, dass
Kleidungstücke, wie zum Beispiel Jacken, in der Kloschüssel nichts
zu suchen haben.
Nachmittags begaben sich drei Gruppen in den Ort und den umliegenden
Wald, um bei dem Stationsspiel den Sieg zu holen. An den Stationen
mussten die Hände der Leiter und Musiktitel wieder erkannt werden,
gemalte Begriffe erraten werden, ein Unterstand gebaut werden, die
ganze Gruppe auf einer Getränkekiste gestapelt werde, ein
überdimensionales Spinnennetz überwunden werden und beim Sackhüpfen
und Trage tragen Schnelligkeit unter Beweiß gestellt werden. Um die
Stationen zu finden, bekamen die Gruppen einen Plan und einige
Aufgaben gegen mögliche Langeweile mit auf den Weg.
Nach dem Abendessen mit einer Rindfleischsuppe und sehr viel Einlage
stand "Herzblatt" auf dem Programm. Durch die Show führten uns Hansi
Hinterseher und Marianne Rosenberg, alias Heiner und Corinna, und
Susi, alias Bolle.
Als Erste suchte sich Ann, genau wie schon vor einem Jahr, Jupp als
ihr Herzblatt aus. Die weiteren Herzblattpaare waren Felix und
Jenny, Helena und Lars, Christoph und Laura, Nicole und Igi, Lennart
und Saskia und Jens und Bolle. |
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Mittwoch, 4. Oktober
2006
Aufgrund des sehr wechselhaften Wetters wurde kurzfristig das
geplante Leitersuchspiel „Hey du alte Schachtel“ durch das
Chaosspiel, dass zwischen Frühstück und Vormittagsprogramm von
einigen Leitern vorbereitet wurde, ersetzt. Beim Chaosspiel mussten
Zettel mit Nummern in der Halle gefunden, und dann Fragen und
Aufgaben gelöst werden.
Nachdem mittags unser Kurat Thorsten Schmölzing pünktlich zum
Currywurst-Pommes-Mayo-Essen eingetroffen war, wurde nachmittags der
Lagergottesdienst gefeiert.
Anschließend wurde von Heiner, Jupp, Ann und Sven, mit Hilfe von
Jens ein Spiel aufgeführt. Es wurde humorvoll der Tagesablauf im
Lager nachgespielt, nur dass die Hände jeweils nicht sehen konnten
was sie machten. Dabei hatte Ann ihre Hände Jupp geliehen, und Sven
seine Heiner.
Da nun alle Lagerteilnehmer anwesend waren, wurde vor dem Abendessen
das obligatorische Gruppenfoto geschossen.
Abends stand der Tschai-Abend auf dem Programm, und da das Wetter
mitspielte, wurde nach dem Abendessen ein Lagerfeuer entzündet. Für
eine leckere Tasse Tschai, der statt seiner rötlichen Farbe diesmal
grün war, wurde viel gesungen, auch noch als der Tschai schon lange
weg war. Zum Abschluss des Abends brachte die Küche noch Brötchen
mit Bockwurst zum Lagerfeuer. |
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Donnerstag, 5.
Oktober 2006
Wie jeden Morgen wurde um 7.30 Uhr geweckt. Nach dem
Morgenimpuls, der uns ein Gedankenanstoß für den Tag sein sollte,
gab es Frühstück.
Nachdem alle ihre Dienste für den Tag geleistet hatten, wurden drei
Gruppen gebildet, die jeweils einen Appel und zwei Eier bekamen.
Diese sollten sie im Ort so lange gegen andere Sachen tauschen, bis
sie für jeden Buchstaben des Alphabets einen Gegenstand besaßen. Da
es sich bei den Eiern um rohe Eier handelte, hatte die erste Gruppe
schon keine Eier mehr, als sie den Hallenvorplatz verlassen hatten.
Die Gruppen kamen mittags vollbepackt wieder zur Schützenhalle
zurück, da sie einige Sachen geschenkt bekommen hatten, anstatt zu
tauschen.
Nachmittags wurde bei „Wetten, dass...“ mit spektakulären Wetten und
grandiosen Show-Acts für Unterhaltung gesorgt. So wurde zum Beispiel
gewettet, zu dritt in 15 Minuten 10 Liter Tee zu trinken, ein Auto
eine steile Straße hochzuschieben und verschiedene Lebensmittel am
Geschmack zu erkennen.
Bei der Blinklicht-Ralley am Abend wanderten drei Gruppen über einen
Rundweg durch den nächtlichen Wald. Dabei mussten sie an sechs
Stationen Aufgaben erfüllen, wie die Pfadfinder-Lilie legen,
Zungenbrecher-Aufsagen, „Flinke Hände, flinke Füße“ singen,
Lebensmittel erschmecken, pantomimische Begriffe darstellen und
Musikstücke gurgeln. Eine Gruppe hat ihren Leiter von der zweiten
zur dritten Station getragen, weil es ihnen an der zweiten Station
von einem anderem Leiter gesagt worden ist. |
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Freitag, 6. Oktober
2006
Um 7.00 Uhr wurde geweckt, damit pünktlich mit dem Aufräumen
begonnen werden konnte. Nachdem jeder seine Sachen gepackt und
seinen Schlafplatz aufgeräumt hatte, kümmerte sich eine Gruppe um
die Küche, eine weitere Gruppe um die sanitären Anlagen, und der
Rest um die großen Halle. So mussten zig Stühle und Tische wieder
quer durch die Halle auf die Empore geschleppt und Trennwände wieder
abgebaut werden.
Anschließend wurde Felix zum Sieger des Lagers gekürt, da er sich
die meisten Lagerdollars erspielt und verdient hatte. Nachdem der
Bus beladen war, wurde die Heimfahrt nach Borken angetreten, wo die
Kinder schon sehnsüchtig von ihren Eltern erwartet wurden. |
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